Die Französische Bulldogge: viel Charme in kleinem Körper

Die Französische Bulldogge, liebevoll „Frenchie“ genannt, hat die Herzen der Deutschen im Sturm erobert – und das aus gutem Grund. Allerdings bringen die kleinen Charmebolzen auf Grund ihrer Züchtung ein paar gesundheitliche Probleme mit.
15. Oktober 2025 durch
Vorndran, Birgit
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"Frenchies" - sind wahre Charmebolzen

Es ist das drin, was draufsteht

Die Französische Bulldogge, liebevoll „Frenchie“ genannt, hat die Herzen der Deutschen im Sturm erobert  und das aus gutem Grund.

 Diese kleinen, kompakten Hunde sind wahre Charmebolzen. Ihr freundliches, offenes Wesen und ihre Anpassungsfähigkeit machen sie zu idealen Begleitern für das Stadtleben. Sie brauchen keinen ausgedehnten Auslauf und sind auch in kleineren Wohnungen glücklich, solange sie genügend Nähe zu ihren Menschen haben. Sie sind bekannt für ihr lustiges, clownartiges Verhalten, ihre absolute Freundlichkeit und ihre unkomplizierte Art. 

All diese Eigenschaften machen sie zum perfekten Familienhund und treuen Sozialpartner, der die Nähe zu seinem Menschen über alles schätzt.  

Doch es gibt beim Frenchie auch rassenspezifische Probleme, die vor der Anschaffung bedacht werden sollten. 

Rassespezifische Probleme: wenn die Niedlichkeit zur Last wird

Doch gerade die Merkmale, die sie so populär machen – die kurze, flache Schnauze, die großen Augen und der kompakte Körper – bergen erhebliche gesundheitliche Risiken.

Prophylaxe beginnt beim Züchter

Die beste Prophylaxe bei der Französischen Bulldogge beginnt schon bei der Auswahl des Welpen. Da die meisten Probleme dieser Rasse in der speziellen Anatomie liegen, sollte man sich die Elterntiere genau ansehen. Glücklicherweise gibt es in der Zucht einen wachsenden Trend zu gesünderen Hunden mit längeren Nasen und Ruten. Diese Tiere werden oft als „Retro-Bulldoggen“ oder „Modern French Bulldogs“ bezeichne. Sie entstehen durch gezielte Einkreuzung anderer Rassen, um die rassetypische Kurzköpfigkeit und Atemprobleme zu vermeiden. Das Ziel ist es, freiatmende Nachkommen im sportlicheren und robusteren Typ zu züchten, die den ursprünglichen Gesundheitszustand der Rasse wiederherstellen. Achte beim Besuch des Züchters auf folgende Merkmale: 

  • Atemwege und Schnauze: Eine längere Schnauze ist ein gutes Zeichen. Sie ermöglicht eine deutlich freiere Atmung und minimiert das Risiko für das Brachyzephale Atemwegssyndrom. Die Nasenlöcher sollten nicht zu eng sein, damit der Hund auch bei leichter Anstrengung noch frei atmen kann. 
  • Körperbau und Wirbelsäule: Der Körper sollte nicht zu gestaucht sein. Ein gerader Körperbau mit langem Rücken und Beinen reduziert die Neigung zu Wirbelsäulenproblemen.  
  • Rute: Eine möglichst lange, gerade Rute ist ebenfalls ein wichtiges Indiz. Sie weist auf eine gesunde Wirbelsäulenstruktur hin.
  • Fellfarbe und Augen: Meide Fellfarben wie Merle, Blau oder Silber sowie Hunde mit blauen Augen und einem hohen Weißanteil im Kopfbereich. Diese Pigmentierungen sind häufig mit weiteren gesundheitlichen Problemen wie Taubheit, Blindheit oder chronischen Hauterkrankungen verbunden. Greife stattdessen auf die traditionellen Fellfarben wie Braun, Getigert oder Schwarz zurück, die nicht mit den Risiken der Dilute- und Merle-Gene in Verbindung gebracht werden. 
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Studien

Publikationsserver der Universität Leipzig: 
 https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:15-qucosa-171714

Qualzucht Datenbank: 
https://qualzucht-datenbank.eu/merkblatt-hund-rasse-french-bulldog/ 

Veterinärwissenschaftliches Institut der Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich:
https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/259332/1/259332.pdf

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